Savoyen, Historische Provinz im Südosten Frankreichs
Savoyen ist eine historische Provinz im Südosten Frankreichs, die sich vom Genfersee im Norden bis zur Region Dauphiné im Süden erstreckt und die Départements Savoie und Haute-Savoie umfasst. Das Gebiet liegt eingebettet zwischen den Alpen und enthält mehrere Flusstäler sowie Hochgebirgszonen mit ganzjährig sichtbaren Gipfeln.
Das Haus Savoyen etablierte 1003 die Kontrolle über die Region, als diese zur Grafschaft wurde, und Kaiser Sigismund erhob sie 1416 zum Herzogtum. Jahrhundertelang wechselte das Gebiet mehrfach zwischen französischen und italienischen Einflüssen, bis es 1860 endgültig zu Frankreich kam.
Die Regionalküche basiert auf Bergerzeugnissen mit speziellen Käseherstellungsmethoden, die Sorten mit festen Außenflächen in runder Form hervorbringen. Diese Produkte prägen die lokale Esskultur und sind in den Märkten und Gasthöfen der Region allgegenwärtig.
Die Départements Savoie und Haute-Savoie unterhalten ein Netz von Wintersporteinrichtungen, darunter etablierte Zentren in Chamonix und moderne Anlagen in La Plagne. Die Sommermonate eignen sich für Wanderungen in den Tälern, während die Wintersaison von Dezember bis April den Zugang zu höheren Lagen erleichtert.
Die Region beherbergt mehrere Alpenpässe, die Frankreich mit Italien verbinden und ihre strategische Bedeutung in der europäischen Politik prägten. Einige dieser Passstraßen bleiben im Winter geschlossen, während niedrigere Routen das ganze Jahr über befahrbar bleiben.
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