Gordes, Mittelalterliche Gemeinde in Vaucluse, Frankreich.
Gordes ist eine Gemeinde im Département Vaucluse, gelegen auf einer Erhebung, die sich über dem Luberon-Tal erhebt und deren Steinhäuser sich terrassenförmig den Hang hinaufziehen. Die Bebauung folgt dem natürlichen Gefälle, sodass sich verschachtelte Dächer und Fassaden aus hellem Stein aneinanderreihen und ein kompaktes Gesamtbild ergeben.
Die Gemeinde entstand im Mittelalter als befestigter Ort, dessen Burg und Wehrmauern Schutz vor Überfällen boten. Im August 1944 erlitten Teile des Ortes schwere Zerstörungen durch deutsche Truppen als Vergeltung für den örtlichen Widerstand, was zu einem Wiederaufbau nach Kriegsende führte.
Der Name Gordes stammt vom lateinischen Wort "vortex" ab, was auf die spiralförmige Anordnung der Gassen hinweist, die sich um den Hügel winden. Besucher bemerken heute, wie Bewohner diese engen Durchgänge nutzen, um vor der Sommerhitze Schutz zu finden und sich in schattigen Ecken zu treffen.
Die Gassen sind steil und mit Kopfsteinpflaster versehen, daher empfiehlt sich bequemes Schuhwerk für das Erkunden zu Fuß. Ein Rundgang durch den Ort dauert in der Regel etwa eine Stunde, aber zusätzliche Zeit für Pausen in schattigen Durchgängen ist ratsam.
Das nahegelegene Village des Bories bewahrt gut erhaltene Trockensteinbauten, die jahrhundertelang ohne Mörtel oder Bindemittel errichtet wurden und die regionale Bautradition zeigen. Besucher können in diesen Hütten die einfache Konstruktionsweise nachvollziehen, bei der Steine nur durch ihr eigenes Gewicht zusammengehalten werden.
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