St-Sulpice de Paris, Katholische Kirche im 6. Arrondissement, Paris, Frankreich.
Die Kirche Saint-Sulpice ist ein barockes Gotteshaus im sechsten Pariser Arrondissement, das sich durch seine beiden ungleichen Türme auszeichnet. Der nördliche Turm misst 73 Meter (240 Fuß) Höhe, während der südliche bei 34 Metern (112 Fuß) endet, was der Fassade eine asymmetrische Silhouette verleiht.
Der Bau begann 1646, als ein Geistlicher hier ein Seminar gründete, und sechs verschiedene Architekten trugen über 134 Jahre hinweg zur Fertigstellung bei. Das Gebäude ersetzte eine mittelalterliche Kapelle, die für die wachsende Gemeinde zu klein geworden war.
Die Pfarrei wurde nach einem Bischoff aus Bourges aus dem siebten Jahrhundert benannt, der in der Volksfrömmigkeit als Schutzheiliger armer Leute gilt. Heute dient das Gebäude als Gotteshaus für die umliegenden Viertel und zieht Besucher an, die sich für Fresken und das Instrument in der Orgelempore interessieren.
Besucher können an jedem Sonntag Orgelkonzerte erleben und das Innere mit Wandmalereien und einer Messinglinie auf dem Boden erkunden. Der Zutritt ist frei, doch es empfiehlt sich, außerhalb der Gottesdienstzeiten zu kommen, um das Bauwerk in Ruhe zu betrachten.
Eine Messinglinie auf dem Boden dient als Gnomon, ein astronomisches Werkzeug aus dem Jahr 1727, das zur Berechnung des Ostertermins verwendet wurde. Sonnenlicht trifft an bestimmten Tagen des Jahres auf Markierungen entlang dieser Linie und zeigt so die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen an.
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