Peillon, Gemeinde im Kanton L'Escarène, Alpes-Maritimes, Frankreich
Peillon ist eine Gemeinde im Kanton L'Escarène im Département Alpes-Maritimes, eingebettet in die Hügel hinter Nizza. Das Dorf thront auf einem Felssporn in etwa 376 Metern Höhe und ist von engen Gassen, Steintreppen und gewölbten Durchgängen durchzogen, die die verschiedenen Ebenen miteinander verbinden.
Peillon wurde im Mittelalter als Verteidigungsort auf seinem Felsvorsprung errichtet und wechselte 1388 unter die Herrschaft Savoyens. Nach einer kurzen Zugehörigkeit zu Sardinien wurde das Dorf 1860 endgültig Teil Frankreichs.
Die Kapelle der Weißen Büßer beherbergt Fresken von Jean Canavesio, die Szenen der Passion Christi zeigen. Diese Bilder aus dem späten 15. Jahrhundert gelten als bedeutende Beispiele religiöser Malerei in der Region.
Das Dorf ist nur zu Fuß erkundbar, da Fahrzeuge nicht in die engen Gassen gelangen. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, da viele Wege aus unregelmäßigem Pflaster und steilen Treppen bestehen.
Die Kirche Saint-Sauveur wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle eines alten Bergfrieds errichtet, dessen Fundamente noch heute unter dem Gebäude liegen. Im Inneren befindet sich ein Gemälde von 1643, das die Verklärung Christi darstellt und als eines der ältesten Kunstwerke des Dorfes gilt.
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