Roman amphitheater of Fréjus, Römisches Amphitheater in Fréjus, Frankreich.
Das römische Amphitheater von Fréjus liegt westlich der Stadt, seine Nordhälfte lehnt sich an einen Sandsteinhügel. Der Großteil besteht aus kleinem grünem Sandsteinmauerwerk (opus vittatum) aus dem Steinbruch La Baume; die Sitzreihen und die großen Sockelblöcke der verschwundenen Fassade sind aus braunem Sandstein. Erhalten sind die radialen Mauern und Rampengewölbe, die die Cavea trugen; seit 2009-2012 gibt eine moderne Betonkonstruktion deren Geometrie über den Ruinen wieder.
Das Baudatum ist nicht gesichert: Ein gestempelter Ziegel mit der Aufschrift „Castoris“ deutet auf die 20er–30er Jahre n. Chr. hin, könnte aber wiederverwendet sein; man datiert den Bau zwischen spätes 1. und frühes 2. Jahrhundert. Er entstand außerhalb der Stadtmauer im Westen, die Nordhälfte an einen Sandsteinhügel gelehnt. Die ersten ernsthaften Ausgrabungen begannen 1828 mit Charles Texier, 1840 wurde das Amphitheater als Monument historique eingestuft.
Das Amphitheater war ein Ort der Zusammenkunft für Bewohner, wo Kämpfe und Aufführungen das öffentliche Leben prägten und die Bedeutung Roms in der Region zeigten. Menschen aus der ganzen Stadt kamen hierher, um gemeinsam zuzuschauen und ihre Verbundenheit zur römischen Kultur zu erleben.
Der Ort ist von außen zugänglich und kann je nach Jahreszeit zu unterschiedlichen Zeiten besucht werden. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und sich auf unebene Flächen und Treppen vorzubereiten, die beim Erkunden des Ortes Teil des Besuchs sind.
Bis Dezember 1959 lag die Arena halb verschüttet, als der Bruch der Malpasset-Talsperre das Bauwerk durch die Wassermassen freilegte. Die Renovierung 2009-2012 setzte eine Betonhülle über die Ruinen, die die Geometrie der Cavea nachbildet, ohne das antike Mauerwerk zu verbergen.
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