Somport, Gebirgspass zwischen Frankreich und Spanien in den zentralen Pyrenäen.
Der Somport ist ein Gebirgspass in den zentralen Pyrenäen, der das französische Aspe-Tal mit dem spanischen Aragón-Tal verbindet und auf einer Höhe von 1.632 Metern liegt. Neben der offenen Passstraße gibt es einen Straßentunnel, der einen ganzjährigen Grenzübertritt zwischen Frankreich und Spanien ermöglicht.
Der Somport war bereits in der Antike ein wichtiger Übergang, genutzt von den Vandalen und Westgoten im 5. Jahrhundert sowie von muslimischen Heeren im 8. Jahrhundert. Im Mittelalter wurde er zu einem der meistgenutzten Pyrenäenpässe auf dem Weg der Pilger nach Santiago de Compostela.
Der Somport liegt auf dem Jakobsweg, einem der ältesten Pilgerwege Europas, der von Frankreich nach Santiago de Compostela in Spanien führt. Noch heute laufen Pilger mit Rucksäcken und Pilgerstab über den Pass, besonders im Sommer.
Der Somport ist von beiden Seiten gut erreichbar, sowohl über die Passstraße als auch über den Tunnel, der bei schlechtem Wetter die bessere Wahl ist. Wer die offene Straße nehmen möchte, sollte besonders im Winter und im frühen Frühling die Wetterbedingungen vorab prüfen.
Wenige Kilometer nördlich der Grenze, noch auf französischer Seite, liegt das Fort du Portalet, eine Festung aus dem 19. Jahrhundert, die während des Zweiten Weltkriegs als Gefängnis für hohe französische Amtsträger diente. Wer die Passstraße hinunterfährt, kann sie direkt über dem Aspe-Tal in den Fels gehauen sehen.
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