Île Longue, Militärische Halbinsel in Crozon, Frankreich
Die Île Longue ist eine Halbinsel in der Nähe von Crozon mit einem felsigen Plateau, das von steilen Klippen umgeben ist. Sie erstreckt sich zwischen der Bucht von Roscanvel und der Bucht Fret.
Während des Ersten Weltkriegs war die Halbinsel ein Internierungslager für deutsche und österreichisch-ungarische Kriegsgefangene. Die errichteten Anlagen zeigten die Bedeutung des Ortes als strategischer Kontrollpunkt während des Krieges.
Die drei Dörfer Kernalleguen, Kermeur und Bothuelc'h bestanden hier im 19. Jahrhundert und ihre Bewohner lebten von Getreideanbau und Viehzucht. Dieses ländliche Leben prägte das Gesicht der Halbinsel über Generationen hinweg.
Der Besuch ist wegen der militärischen Nutzung durch die französische Marine eingeschränkt, da hier Kernunterseeboote stationiert sind. Für normale Touristen bleibt der Zugang nicht möglich.
Die Anlage verfügt über 24 vertikal angeordnete Raketensilos, die unter einem dreistufigen Sicherheitssystem betrieben werden. Die Zonen sind nach Farben gekennzeichnet und trennen Personalbereiche, Kernstofflagererung und U-Boot-Operationen.
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