Quézac, Delegierte Gemeinde im Arrondissement Florac, Lozère, Frankreich
Quézac ist eine Ortschaft mit delegiertem Gemeindestatut im Arrondissement Florac, im Departement Lozère im Süden Frankreichs, die am linken Ufer des Tarn im Tal von Ispagnac liegt. Das Dorf besteht aus alten Steinhäusern entlang enger Gassen und ist von Klippen und bewaldeten Hängen umgeben.
Kelten und Römer nutzten die örtlichen Quellen bereits vor über zweitausend Jahren, und archäologische Funde belegen eine sehr lange Besiedlung des Gebiets. Im 17. Jahrhundert wurden die Heilkräfte des Wassers bekannt, und Ludwig XIV. regelte später dessen Nutzung und Verkauf.
Die Kirche Notre-Dame de Quézac beherbergt eine dunkle Marienstatue, die für die Bewohner eine besondere Bedeutung hat und Pilger seit Jahrhunderten anzieht. Auf der mittelalterlichen Brücke über den Tarn kann man beobachten, wie Einheimische und Besucher spazieren gehen und das Wasser betrachten.
Ein Besucherzentrum am Eingang des Dorfes ist der beste Ausgangspunkt, da von dort aus Wanderwege entlang des Flusses und zur Quelle führen. Die mittelalterliche Brücke und die Kirche sind zu Fuß leicht erreichbar, da das Dorf klein und überschaubar ist.
Ein Arzt namens Commandré entdeckte im 19. Jahrhundert persönlich die Wirkung des Quézac-Wassers auf seine Gesundheit und erwarb daraufhin eine Lizenz zur Wassergewinnung, was zur ersten kommerziellen Abfüllung führte. Die industrielle Produktion wurde im 20. Jahrhundert für Jahrzehnte eingestellt und erst Ende der 1980er Jahre von einem internationalen Konzern wieder aufgenommen.
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