Musée de l’Homme, Anthropologisches Museum im Trocadéro, Frankreich
Das Musée de l'Homme ist ein anthropologisches Museum im Palais de Chaillot im 16. Pariser Arrondissement, das die biologische und kulturelle Entwicklung der Menschheit zeigt. Die Räume verteilen sich auf mehrere Ebenen und präsentieren Schädel, Werkzeuge, Schmuck und Skelette in thematisch gegliederten Sälen mit interaktiven Stationen.
Paul Rivet gründete das Haus 1937 und vereinte darin Sammlungen aus dem früheren Musée d'Ethnographie du Trocadéro, das 1878 nach der Weltausstellung entstand. Nach einer umfassenden Renovierung öffnete das Museum 2015 erneut und präsentiert seitdem seine Bestände in neugestalteten Räumen.
Der Name leitet sich vom französischen Wort für Mensch ab und spiegelt die Ausrichtung auf menschliche Vielfalt wider. Besucher sehen heute ethnografische Objekte aus allen Kontinenten in modernen Vitrinen, die Alltagsleben und Rituale verschiedener Gesellschaften zeigen.
Das Museum liegt im westlichen Flügel des Palais de Chaillot und öffnet mittwochs bis montags, auch an Feiertagen. Die Ausstellungen sind auf verschiedenen Etagen angeordnet, daher empfiehlt sich ein Rundgang mit Zeit für Pausen zwischen den Stockwerken.
Die Sammlung paläolithischer Fossilien zählt zu den größten in Europa und umfasst Nachbildungen berühmter Funde wie Lucy, einem Australopithecus afarensis aus Äthiopien. Weniger bekannt ist, dass das Museum während des Zweiten Weltkriegs ein Zentrum des französischen Widerstands war und mehrere Mitarbeiter aktiv gegen die Besatzung kämpften.
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