Belle-Île, Insel in der Bretagne, Frankreich
Belle Île ist eine Insel vor der bretonischen Küste mit einer Länge von etwa 17 Kilometern und einer Breite von 9 Kilometern, geprägt durch steile Klippen im Südwesten und sanfte Sandstrände im Nordosten. Vier kleine Gemeinden verteilen sich über die Insel, wobei Le Palais als Hauptort mit befestigter Zitadelle dient und Sauzon einen geschützten Hafen für Boote bietet.
Das Gebiet diente während der Römerzeit als Stützpunkt der Veneter und ging nach einem Krieg im 18. Jahrhundert vorübergehend in britischen Besitz über, bevor es 1763 an Frankreich zurückkehrte. Die Befestigungsanlagen wurden im 16. und 17. Jahrhundert ausgebaut, um die strategische Lage vor der bretonischen Küste zu sichern.
Der Name bedeutet wörtlich schöne Insel und beschreibt treffend die Landschaft mit ihren Leuchttürmen, Fischerhäfen und den weißen Häusern entlang der Küste. Fischer und Segler teilen sich die geschützten Buchten, während Wanderer auf den markierten Pfaden unterwegs sind und dabei regelmäßig auf kleine Kapellen und Wegkreuze stoßen.
Fähren legen regelmäßig von mehreren Häfen in der Bretagne ab und erreichen Le Palais oder Sauzon je nach Wetterlage und Saison. Wanderwege führen entlang der Küste und durch das Inselinnere, wobei festes Schuhwerk wegen der teils felsigen Abschnitte empfohlen wird.
Der französische Maler Claude Monet besuchte die Insel Ende des 19. Jahrhunderts und schuf dort mehrere Gemälde, die die Felsformationen und das wechselnde Licht über dem Meer festhalten. Seine Arbeiten trugen dazu bei, die Küstenlandschaft über Frankreich hinaus bekannt zu machen.
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