Salle Richelieu, Theater im Palais-Royal, Paris, Frankreich
Die Salle Richelieu ist ein Theatersaal im Palais-Royal und dient als Hauptbühne der Comédie-Française mit einer hufeisenvormigen Zuschauerraum-Anordnung. Der Saal fasst etwa 862 Plätze und wird von einer Eisenkonstruktion gestützt, die das gewölbte Auditorium trägt.
Der Architekt Victor Louis entwarf den Saal zwischen 1786 und 1790 als Teil des Palais-Royal. Ein verheerendes Feuer im Jahr 1900 zerstörte das Gebäude, woraufhin der Architekt Julien Guadet es mit großem Aufwand wiederaufbaute.
Der Saal ist Heimat der Comédie-Française, einer der ältesten Theatergesellschaften Europas, und trägt damit eine besondere Bedeutung für die französische Theaterkultur. Die Aufführungen hier folgen einer strengen Tradition: Jedes neue Stück muss von einem Lesekomitee genehmigt werden, bevor es auf der Bühne Platz findet.
Die Halle ist von September bis Juli mit Aufführungen aktiv, daher sollte man sich bei den Öffnungszeiten informieren, bevor man einen Besuch plant. Es ist ratsam, die Lage im 1. Arrondissement nahe des Palais-Royal-Parks zu beachten, da sich die Anfahrt danach richten sollte.
Im öffentlichen Foyer können Besucher den Fauteuil de Molière sehen, einen Originalsessel aus der Zeit des französischen Dramatikers, der die Entwicklung des Theaters prägte. Der Sessel ist ein direkter Bezug zur künstlerischen Vergangenheit und verbindet Besucher mit einer vergangenen künstlerischen Epoche.
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