Salle Richelieu, Theater im Palais-Royal, Paris, Frankreich
Die Salle Richelieu ist ein Theatersaal im Palais-Royal und dient als Hauptbühne der Comédie-Française mit einer hufeisenförmigen Zuschauerraum-Anordnung. Der Saal fasst etwa 862 Plätze und wird von einer Eisenkonstruktion gestützt, die das gewölbte Auditorium trägt.
Der Architekt Victor Louis entwarf den Saal zwischen 1786 und 1790 als Teil des Palais-Royal. Ein verheerendes Feuer im Jahr 1900 zerstörte das Gebäude, woraufhin der Architekt Julien Guadet es mit großem Aufwand wiederaufbaute.
Das Theater ist seit dem Gesetz von 1799, das die Variétés-Amusantes mit den Schauspielern des Théâtre de la Nation vereinte, Sitz der Comédie-Française; die Truppe spielte dort ab dem 30. Mai 1799 als Théâtre-Français de la République. Sie wird Maison de Molière genannt und bewahrt dessen Sessel im Foyer auf.
Der Zugang zum Theater liegt auf der Seite des Palais-Royal; da das Grundstück sehr eng war, legte Victor Louis das Eingangsfoyer unter den Zuschauerraum selbst. Zwei Galerien säumen das Gebäude, die Galerie du Théâtre-Français und die Galerie de Chartres. Der Saal fasst 862 Zuschauer, sodass die Plätze pro Vorstellung begrenzt sind.
Der im öffentlichen Foyer ausgestellte Fauteuil de Molière ist der Sessel, in dem Molière zusammenbrach, als er Argan in Le Malade imaginaire spielte. Der Maler Pierre Roussel hinterließ zudem zahlreiche Schauspielerporträts in den Gängen und Logen.
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