Berry, Historische Provinz in Zentralfrankreich
Berry erstreckt sich über die heutigen Départements Indre und Cher im Zentrum Frankreichs und zeigt ein abwechslungsreiches Mosaik aus Weinbergen, Feldern und ausgedehnten Wäldern. Über das Gebiet verteilt findet man zahlreiche mittelalterliche Burgen und Schlösser, die von der feudalen Vergangenheit der Gegend zeugen.
Das Lehen ging 1101 durch Verkauf an die französische Krone über und verwandelte sich damit in eine königliche Provinz. Im Jahr 1360 erhielt es den Status eines Herzogtums, das bis zur endgültigen Auflösung während der Revolution von 1790 bestand.
Der Herkunftsname bezieht sich auf den keltischen Stamm der Bituriger, der hier lange vor der römischen Eroberung siedelte. Heute erscheinen diese Bezüge vor allem in der lokalen Gastronomie und in den Namen kleinerer Orte, die an diese frühe Zeit erinnern.
Die Gegend liegt etwa zwei Stunden südlich von Paris, und Bourges dient als wichtigster Verkehrsknotenpunkt der Region. Von dort aus lassen sich die Ortschaften und Schlösser mit dem Auto oder mit regionalen Buslinien gut erreichen.
La Brenne im einstigen Gebiet beherbergt Hunderte von künstlichen Teichen, die seit dem 8. Jahrhundert von Mönchen für die Fischzucht angelegt wurden. Diese Wasserflächen ziehen heute zahlreiche Vogelarten an und machen die Gegend zu einem beliebten Ziel für Naturfreunde.
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