Gerboise bleue, Atomtestgelände in Tanezrouft, Algerien.
Gerboise Bleue war ein französischer Atomwaffentest, der 1960 in der Tanezrouft-Wüste in Algerien stattfand und eine Explosion von etwa 70 Kilotonnen erzeugte. Die Detonation erfolgte von einem Stahlturm aus, der etwa 100 Meter hoch war und sich inmitten der Sahara-Landschaft erhob.
Frankreich führte diesen Test unter Präsident Charles de Gaulle durch und etablierte sich als vierte Atommacht nach den USA, der Sowjetunion und Großbritannien. Der Test markierte einen Wendepunkt in Frankreichs Außenpolitik und wissenschaftlicher Stärke während des Kalten Krieges.
Der Name "Gerboise Bleue" bezieht sich auf ein kleines Nagetier aus der Sahara, wo Frankreich während der Kolonialzeit seine Atomversuche durchführte. Die Ortsbezeichnung spiegelt die geografischen und biologischen Merkmale der Region wider.
Das Testgelände bleibt aufgrund von Strahlungskontamination gesperrt und der Zugang ist stark eingeschränkt. Der Boden zeigt erhöhte Werte von Caesium-137 und anderen radioaktiven Stoffen, die das Gebiet für Besucher unzugänglich machen.
Einheimische Bewohner identifizierten die strahlungsbetroffenen Gebiete anhand schwarzer Metallfragmente, die über den Sand verstreut waren und die Zonen wie Leopardenfelle gepunktet erscheinen ließen. Diese spontane Benennung durch die lokale Bevölkerung half dabei, die gefährlichsten Bereiche zu erkennen und zu meiden.
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