Château Gaillard, Mittelalterliche Burg in Les Andelys, Frankreich
Château Gaillard ist eine mittelalterliche Burgruine auf Kalksteinfelsen über der Seine bei Les Andelys in der Normandie. Die Anlage zeigt drei aufeinanderfolgende Mauerringe mit mehreren Wehrtürmen und einem zwölfeckigen Bergfried im innersten Bereich.
Richard Löwenherz ließ die Burg 1197 errichten, um die Normandie gegen den französischen König zu sichern. Die Festung fiel 1204 nach mehrmonatiger Belagerung durch Philipp II. an Frankreich und wurde im 16. Jahrhundert geschleift.
Der Name Gaillard bedeutet im Altfranzösischen mutig oder fest und spiegelt den Charakter der Anlage wider. Besucher sehen heute die massiven Kalksteinfundamente und durchstreifen die Ruinen, während Einheimische die Burg als Teil ihres regionalen Erbes betrachten und sich ihrer Vergangenheit bewusst sind.
Der Aufstieg führt über einen steilen Fußweg durch Wiesen und Waldstücke, festes Schuhwerk ist daher empfehlenswert. Die Ruinen sind von April bis September täglich zugänglich, Führungen werden zu festgelegten Zeiten angeboten.
Die innere Burg enthält einen zwölfeckigen Turm mit Mauern von etwa 3 Metern (10 Fuß) Dicke, eine für die Zeit ungewöhnliche Bauweise. Diese Form sollte Angriffsflächen verringern und Geschossen weniger Halt bieten.
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