Fort du Muret, Burg in Ruinen in Les Andelys, Frankreich
Der Fort du Muret, auch Motte de Cléry genannt, ist eine mittelalterliche Motte-and-Bailey-Burganlage in Ruinen in Les Andelys im Département Eure, Frankreich. Der kegelförmige Erdhügel erhebt sich einige Meter über das umgebende Plateau du Vexin und war einst von einem wassergefüllten Graben umgeben, von dem noch Reste erkennbar sind.
Der Fort du Muret wurde um 1180 errichtet und diente als Vorposten im Verteidigungssystem rund um das benachbarte Château-Gaillard, das von Richard Löwenherz erbaut wurde. Im Jahr 1203 fiel die Anlage an König Philipp II. von Frankreich, kurz bevor Château-Gaillard selbst 1204 eingenommen wurde.
Der Fort du Muret ist auch unter dem Namen Motte de Cléry bekannt, ein lokaler Begriff, der auf die typische Erdhügelform dieser mittelalterlichen Befestigungsart hinweist. Wer heute den Hügel umrundet, kann noch den breiten Graben erkennen, der die Anlage einst von allen Seiten umschloss.
Die Anlage liegt auf einem Hochplateau und ist zu Fuß über unbefestigte Wege erreichbar, daher sind feste Schuhe empfehlenswert. Da es vor Ort kaum Beschilderung gibt, lohnt es sich, die Lage des Hügels vor dem Besuch auf einer Karte zu markieren.
Obwohl nur ein kleiner Erdhügel übrig geblieben ist, weisen archäologische Untersuchungen auf das Vorhandensein eines tiefen Brunnens im Inneren der ursprünglichen Anlage hin. Dieser Brunnen zeigt, dass die Besatzung auf eine langfristige Versorgung mit Wasser ausgelegt war, also auf eine mögliche Belagerung vorbereitet sein wollte.
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