Fort de Boutavant, Burghügel auf der Île La Tour, Tosny, Eure, Frankreich
Das Fort de Boutavant ist eine ehemalige Burgmotte auf der Seine-Insel Île La Tour bei Tosny im Département Eure. Vom Ufer aus sind die Reste der Burg kaum zu erkennen; von oben zeigt nur ein Baumquadrat ihre Lage. Jean Mineray beschreibt einen Turm, eine Brücke, eine Palisade und Anlagen am Ufer des Besitzes von Roger IV. de Tosny. Die Insel ist heute über einen trockengefallenen alten Seitenarm mit der Île Bonnet verbunden.
Boutavant stammt aus der Zeit Richards Löwenherz: um 1198 errichtet, war es ein vorgeschobenes Verteidigungselement von Château-Gaillard, ebenso wie das Fort du Muret oder das Château de l'Île zur Verteidigung der Normandie. Es wurde sehr früh, im August 1202, geschleift. Jean Mineray beschreibt die militärische Anlage: Turm, Brücke, Pfahlwerk und Anlagen am Ufer der Domäne von Roger IV. de Tosny.
Der Name Boutavant wird vom Ortsnamenforscher Ernest Nègre in seinem Werk zur allgemeinen Toponymie Frankreichs erwähnt. Bezeugt ist der Ort durch zwei Chronisten aus dem Umfeld Richards Löwenherz, Roger de Hoveden und Raoul de Coggeshall; letzterer erinnert daran, dass die Insel La Tour zunächst dem Erzbischof von Rouen gehörte. Heute ist die Insel als ZNIEFF geschützt und über einen trockengefallenen alten Seitenarm mit der Île Bonnet verbunden.
Die Reste des Forts sind vom Ufer bei Tosny kaum zu erkennen; von oben markiert nur ein Baumquadrat den Standort auf der Île La Tour. Die Insel ist als ZNIEFF geschützt und über einen trockengefallenen alten Seitenarm mit der Île Bonnet verbunden. Man nähert sich per Boot oder blickt vom Ufer, da kein Bauwerk sichtbar ist.
Boutavant hatte ein Gegenstück: Boute-Arrière bei Le Goulet, von Philipp August an der Grenze Frankreichs angelegt, wo Renaud de Dammartin gefangen gehalten wurde. Diese Festung wurde auf Befehl Heinrichs V. von England am 8. Februar 1422 geschleift; ihre Steine dienten, mit 1571 erneuerter Erlaubnis Karls IX., dem Wiederaufbau der Kartause Bourbon-lez-Gaillon.
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