Fort du Hâ, Mittelalterliche Burg in Bordeaux, Frankreich
Fort du Hâ ist eine mittelalterliche Befestigung in Bordeaux, von der heute zwei Türme erhalten sind und in den Gebäudekomplex der Nationalen Schule für Magistratur und des Justizpalastes integriert wurden. Die Mauern zeigen die Bauweise verschiedener Epochen und wurden mehrfach umgebaut und angepasst.
König Karl VII. ließ die Festung 1456 nach der Rückeroberung Bordeaux' von den Engländern während des Hundertjährigen Krieges errichten. Im 18. Jahrhundert wurde sie in ein Gefängnis des Staates umgewandelt, als sich die Machtverhältnisse in Frankreich grundlegend verschoben.
Das Hâ war lange Zeit ein Ort der Macht und des Schutzes für verschiedene Gruppen in der Stadt. Heute zeugen die erhaltenen Teile von der bewegten Geschichte und zeigen, wie ein Bauwerk über Jahrhunderte hinweg seine Bedeutung veränderte.
Die Reste sind vor allem während der Europäischen Tage des Denkmals für Besucher zugänglich, wenn geführte Touren angeboten werden. Es ist praktisch, sich vorher bei der Tourismusbüro von Bordeaux zu erkundigen, da der Zutritt normalerweise begrenzt ist.
Während der Bartholomäusnacht 1572 bot die Festung Schutz für Protestanten vor religiöser Verfolgung. Diese Episode zeigt, wie eine Militärfestung in Zeiten von Konflikt zu einem Zufluchtsort für Verfolgte wurde.
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