Janustempel, Römischer Tempel in Autun, Frankreich.
Der Tempel des Janus ist eine romano-keltische Heiligtum in Autun, das teilweise aus Stein erhalten ist. Von der ursprünglichen Struktur stehen noch zwei Wände des quadratischen Heiligtums aufrecht, die etwa 24 Meter hoch sind, und unter der Oberfläche lassen sich noch Fundamente von Säulengängen und seitlichen Gebäuden erkennen.
Das Heiligtum wurde in der früheren Zeit der Gallia erbaut, mit archäologischen Befunden, die auf das dritte Jahrhundert vor Christus zurückgehen. Ausgrabungen zwischen 2013 und 2018 enthüllten die frühen Schichten und zeigten, wie sich die Struktur im Laufe der Zeit entwickelt hatte.
Der Name des Tempels führt zu einer Fehlinterpretation: Archäologische Forschungen deuten darauf hin, dass er der lokalen Gottheit Ienieco geweiht war, nicht dem römischen Gott Janus, wie man lange annahm. Die Struktur zeigt, wie die Bewohner von Autun religiöse Orte schufen, die ihre eigenen Götter und Traditionen widerspiegelten.
Der Tempel liegt an der Rue du Faubourg Saint-Andoche und ist das ganze Jahr über frei zugänglich, mit Parkplätzen in der Nähe des Geländes. Besucher sollten beachten, dass die Stätte im Freien liegt, daher ist wetterfeste Kleidung ratsam, und der Boden kann uneben sein.
Rund um das Heiligtum befanden sich über hundert Töpferwerkstätten und Öfen, die Keramik herstellten, die in der ganzen antiken Gallia verkauft wurde. Diese Produktion zeigt, dass der Ort nicht nur religiös, sondern auch wirtschaftlich bedeutsam war.
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