Paulskirche, Neugotisches Kirchengebäude in Straßburg, Frankreich.
Die Kirche St. Paul in Straßburg ist eine neugotische Kirche am Ufer der Ill, mit zwei schlanken Türmen und einer Steinfassade, die von drei großen Rosenfenstern durchbrochen wird. Im Inneren befinden sich zwei Pfeifenorgeln, von denen die größere aus dem Jahr der Fertigstellung stammt und zu den bedeutendsten Instrumenten der Region zählt.
Die Kirche wurde zwischen 1892 und 1897 unter deutscher Herrschaft erbaut und diente zunächst der lutherischen Gemeinde der kaiserlichen Garnison. Nach der Rückkehr des Elsass zu Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich ihre Funktion, doch sie blieb ein wichtiger Ort des protestantischen Lebens in der Stadt.
Die Kirche trägt den Namen des Apostels Paulus und verbindet heute die protestantische Gemeinschaft der Stadt mit einem Gebäude, das ursprünglich für eine deutsche Garnison errichtet wurde. Wer sie betritt, erkennt noch immer die strenge Ordnung des Raums, die an ihren militärischen Ursprung erinnert.
Die Kirche liegt am Ufer der Ill und ist von der Innenstadt aus gut zu Fuß erreichbar. Es empfiehlt sich, außerhalb von Gottesdiensten zu kommen, wenn das Innere ruhiger zu besichtigen ist.
Ursprünglich sah der Bauplan ein Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes vor, doch als das Geld knapp wurde, entschied man sich für einen griechischen Kreuzgrundriss. Dieser Wechsel veränderte die Proportionen des Gebäudes und gibt dem Innenraum heute ein ungewöhnlich kompaktes Gefühl.
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