Lac de Chalain, Natürlicher See in Fontenu, Frankreich
Der See erstreckt sich über 2,3 Quadratkilometer im Jura und weist türkisfarbenes Wasser auf, das an seiner tiefsten Stelle 39 Meter erreicht. Die längliche Form verläuft in Nord-Süd-Richtung über etwa 3 Kilometer Länge, während bewaldete Hänge die Uferlinie prägen und sanft zum Wasser abfallen.
Archäologische Ausgrabungen ab 1904 brachten eine Seesiedlung ans Licht, die vor 5000 Jahren am westlichen Ufer existierte und aus Häusern auf Stelzen bestand. Weitere Forschungen in den 1970er und 1980er Jahren dokumentierten mehrere Bauphasen zwischen dem vierten und dritten Jahrtausend vor Christus, wobei Überreste von Werkzeugen und Keramik gefunden wurden.
Der See und die umliegenden prähistorischen Pfahlbauten gehören zum UNESCO-Welterbe und dokumentieren frühe menschliche Besiedlung in der Alpenregion vor etwa 5000 Jahren. Diese neolithischen Strukturen bieten Einblick in das Leben der ersten sesshaften Gemeinschaften am Seeufer und zeigen deren fortschrittliche Bauweise mit Holzpfählen im Flachwasser.
Zwei bewachte Strände bieten im Sommer Zugang zu Schwimmbereichen, wobei während der Hochsaison von Juni bis September Parkgebühren anfallen. Mehrere Wanderwege umrunden den See und führen zu Aussichtspunkten, während Bootsvermietungen und Campingplätze in der Nähe von Doucier und Marigny verfügbar sind.
Die Verbindung zum Fluss Ain erfolgt über ein natürliches Abflusssystem, das einen konstanten Wasserspiegel bei 486 Metern über dem Meeresspiegel aufrechterhält. Unterwasserquellen speisen den See zusätzlich zum Oberflächenzufluss und tragen zu seiner außergewöhnlichen Wasserklarheit bei, die Sichtweiten von bis zu 8 Metern ermöglicht.
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