Armorikanisches Massiv, Gebirgskette in Nordwestfrankreich
Das Armorikanische Massiv erstreckt sich über den Westen Frankreichs und zeigt abgerundete Hügel, weite Hochebenen und Täler, die von Flüssen durchzogen werden. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus Granit, Gneis und Schiefer, die durch Erosion sanfte Formen angenommen haben.
Das Gebirge entstand vor etwa 360 bis 300 Millionen Jahren während der variszischen Gebirgsbildung, als tektonische Platten zusammenprallten. Im Laufe der Erdgeschichte wurde das einst hohe Gebirge durch Verwitterung allmählich abgetragen und in eine Hügellandschaft verwandelt.
Der Name stammt von Aremorica, einem gallischen Gebiet, in dem Küstengebiete als Armor bezeichnet wurden, was Land am Meer bedeutet, während das Hinterland Arcoat genannt wurde. Diese alte Namensgebung spiegelt bis heute die geografische Zweiteilung der Region wider.
Die Region eignet sich für Wanderungen und Fahrradtouren auf Wegen, die durch Felder, Wälder und kleine Dörfer führen. Besucher finden auch zahlreiche Bauernhöfe, die lokale Produkte wie Milch und Käse anbieten.
Einige Gesteine im Massiv stammen aus dem Neoproterozoikum und bildeten vor über 540 Millionen Jahren die nördliche Grenze des uralten Superkontinents Gondwana. Diese sehr alten Formationen gehören zu den ältesten sichtbaren Gesteinen Frankreichs.
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