Plateau de Millevaches, Naturhochebene in der Region Limousin, Frankreich
Das Plateau de Millevaches ist ein Hochland in der Region Limousin in Frankreich und erstreckt sich über Teile von drei Départements mit dichten Wäldern, Mooren und zahlreichen Bächen. Das Gelände liegt zwischen 600 und 1.000 Metern Höhe und bildet eine der größten zusammenhängenden Naturflächen im Zentralmassiv.
Die Landschaft entstand während der Eiszeit durch Gletscherbewegungen, die das heutige Relief formten und Senken schufen, in denen sich später Moore bildeten. Im Mittelalter rodeten Mönche und Bauern große Waldflächen für Weideland, das bis ins 20. Jahrhundert genutzt wurde.
Der Name stammt von den vielen Wasserquellen ab, die über das Hochland verstreut sind und seit Jahrhunderten das Leben in den kleinen Dörfern prägen. Heute durchqueren Wanderer die Moore und Wälder, während die alten Steinbrücken und Wegkreuze an die ländliche Vergangenheit erinnern.
Der regionale Naturpark verfügt über markierte Wanderwege, die durch Wälder und über offene Flächen führen, mit Zugangspunkten von mehreren umliegenden Ortschaften aus. Wegen des feuchten Bodens und der vielen Moore empfiehlt sich festes Schuhwerk, besonders im Frühjahr und Herbst.
Trotz des Namens, der wörtlich tausend Kühe bedeuten würde, bezieht sich Millevaches tatsächlich auf die zahlreichen Wasserquellen, die hier entspringen und kleine Teiche speisen. Das Hochland gilt als eines der regenreichsten Gebiete Frankreichs und bildet das Quellgebiet mehrerer Flüsse.
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