Passage du Caire, Überdachte Passage im 2. Arrondissement, Frankreich.
Die Passage du Caire ist eine überdachte Passage im 2. Arrondissement, zwischen Place du Caire, Rue du Caire, Rue Saint-Denis und Rue d'Alexandrie. Mit 370 Metern Länge und durchschnittlich 2,70 Metern Breite ist sie die längste und eine der schmalsten überdachten Passagen von Paris. Sie besitzt drei Galerien – Saint-Denis, Sainte-Foy und du Caire –, die sich in einer Rotunde kreuzen, unter einem teilweise 2014 erneuerten Glasdach.
Ende 1798 eröffnet, auf dem Gelände des Klosters der Filles-Dieu, erhielt die Passage ihren Namen zur Erinnerung an den Einmarsch der französischen Truppen in Kairo am 23. Juli 1798. Zunächst hieß sie „Passage de la Foire du Caire“. Ursprünglich von Handwerkern genutzt, war ab den 1840er Jahren der Druck und die Lithographie ihre Hauptindustrie, bevor im 20. Jahrhundert Großhändler für Konfektionskleidung einzogen.
Der Name erinnert an den Einmarsch der französischen Truppen in Kairo am 23. Juli 1798; die Fassade am Place du Caire trägt drei Abbilder der Göttin Hathor mit Kuhohren. Zunächst hieß die Passage „Passage de la Foire du Caire“. Léo Malet lässt in Des kilomètres de linceuls seinen Helden Nestor Burma gegen drei Uhr morgens in einem Gang über eine Leiche stolpern.
Die Passage hat vier Eingänge: Place du Caire, Rue du Caire, Rue Saint-Denis und Rue d'Alexandrie. Sie ist ein privater Weg, der montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr für Fußgänger geöffnet ist, geregelt durch eine 2014 mit der Stadt Paris geschlossene Vereinbarung. Die nächste Metrostation ist Sentier an der Linie 3.
In das Pflaster der drei Galerien sind Grabsteine der Nonnen des Filles-Dieu-Klosters eingelassen, auf dessen Gelände die Passage errichtet wurde. Der Ort lieferte zudem eine Szene in Léo Malets Roman „Des kilomètres de linceuls“, in der Nestor Burma gegen drei Uhr morgens über eine Leiche im Gang stolpert.
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