Église Saint-Jean, Grenoble, Modernistische Rundkirche in Grenoble, Frankreich
Die Église Saint-Jean ist eine kreisförmige modernistische Kirche am Boulevard Joseph-Vallier, erbaut 1963–1965 nach Plänen des Architekten Maurice Blanc. Ihr Grundriss mit 37 Metern Durchmesser fasst 1.300 Personen. Ein breites graues Kegeldach steigt zu kantigen Gipfeln an, mit drei dunkel verglasten Öffnungen nahe der Spitze und einem dünnen Kreuz auf dem Gipfel; ein heller Steinring mit kleinen rechteckigen Fenstern umgibt den Tambour über einem dunklen Glasband im Erdgeschoss.
Der Bau begann 1963, nachdem die Pfarrei 1954 gegründet worden war, um das schnelle Wachstum Grenobels zu bewältigen. Die Architektur folgt den neuen Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils, das die sakrale Architektur des 20. Jahrhunderts neu prägte.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Johannes; ein kleines Schild am linken Eingang zeigt „S JEAN“. Seit 2003 ist der Bau mit dem Label „Patrimoine du XXe siècle“ ausgezeichnet, einer nationalen Kennzeichnung für Architektur des 20. Jahrhunderts. Die Pfarrei dient der katholischen Gemeinde Grenobles; der kreisförmige Grundriss von 37 Metern Durchmesser fasst 1.300 Personen bei Gottesdiensten.
Die Kirche liegt am Boulevard Joseph-Vallier, südlich der Altstadt, und ist mit Straßenbahn- und Buslinien vom Zentrum Grenobls erreichbar. Der Haupteingang befindet sich auf Bodenniveau unter dem dunklen Glasband, daneben ein kleines Schild „S JEAN“. Außerhalb der Messzeiten kann man das runde Kirchenschiff frei umrunden.
Das Innere kann etwa 1.300 Besucher aufnehmen und zeigt dabei eine bemerkenswerte Integration eines antiken Taufsteins inmitten der modernen Betonstruktur. Diese Verbindung zwischen Alt und Neu ist ein seltenes Merkmal in zeitgenössischen sakralen Bauten.
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