Endoume, Küstenviertel im 7. Arrondissement von Marseille, Frankreich
Endoume ist ein Küstenviertel im 7. Arrondissement von Marseille, das sich entlang der Corniche zwischen dem Alten Hafen und den ersten Calanques erstreckt. Die Straßen sind eng und gewunden, die Häuser dicht beieinander, und das Meer ist von fast überall zu sehen.
Der Name geht auf den mittelalterlichen Hafen Domezes zurück, der im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde und sich mit der Zeit zu Doume und dann Endoume wandelte. Im 19. Jahrhundert zogen wohlhabendere Familien hierher und bauten kleine Landhäuser, die sogenannten Bastides, während der Bau der Corniche das Viertel für alle zugänglicher machte.
Das Vallon des Auffes ist das Herzstück von Endoume: ein winziger Fischerhafen, wo traditionelle Boote namens Pointus noch heute an der Kaimauer liegen. Die Häuser ringsum haben Fensterläden in Lavendel, Gelb oder Grün, und die Restaurants am Wasser servieren frischen Fisch nach provenzalischer Art.
Das Viertel erkundet man am besten zu Fuß, da die Gassen oft steil oder gepflastert sind und für Autos kaum Platz bieten. Am frühen Morgen oder gegen Abend ist die Hitze geringer, und die Straßen sind ruhiger, was das Spazierengehen angenehmer macht.
Die Brücke Fausse-Monnaie, deren Name so viel wie falsches Geld bedeutet, soll ihren Namen von einem Schmugglerplatz haben, wo in den Felsen gefundene Fälscherwerkzeuge verborgen waren. Ein Tidenmesser in der Nähe, einer der ältesten Frankreichs, misst noch heute den Meeresspiegel und ist gelegentlich für Besucher zugänglich.
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