St-Victor, Mittelalterliches Kloster in Marseille, Frankreich
Die Abtei des heiligen Viktor ist ein Klostergebäude auf einem Hügel neben dem Alten Hafen, das Romanik und Gotik verbindet. Das Bauwerk erhebt sich befestigt über der Stadt und beherbergt mehrere Ebenen antiker christlicher Sarkophage in seinen Krypten.
Das Kloster wurde 415 n.Chr. von Johannes Cassian gegründet und führte das organisierte Mönchsleben in die Region ein. Der Bau entstand auf den Überresten eines antiken griechischen Steinbruchs.
Die Abtei ist Schauplatz einer jährlichen Lichtmessfeier, bei der die Schwarze Jungfrau aus den Krypten grüne Mäntel erhält und der Erzbischof die Stadt segnet. Diese Feier verbindet Gläubige und Besucher in einer Tradition, die das religiöse Leben der Stadt prägt.
Die Krypten sind mit antiken Sarkophagen und frühen christlichen Gräbern gefüllt, die Besucher während der regulären Öffnungszeiten erkunden können. Der Zugang erfolgt über mehrere Ebenen im Untergrund, die etwas rutschig sein können und eine Taschenlampe hilfreich ist.
Im Inneren gibt es die Höhle des heiligen Lazarus mit einem in Stein gehauenen Sitz, wo dieser Überlieferungen nach seine Predigten hielt. Dieser Ort verbindet frühe christliche Verehrung mit archäologischen Besonderheiten, die in der Struktur des Gebäudes sichtbar bleiben.
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