Théâtre National de la Criée, Nationaltheater am Vieux-Port, Marseille, Frankreich
Das Théâtre National de la Criée nutzt die 1909 erbaute Fischauktionshalle am 30, quai de Rive-Neuve; ihre Fassade ließ der Architekt Bernard Guillaumot auf etwa zehn Zentimeter genau wiederherstellen. Über dem Schriftband „THÉÂTRE NATIONAL DE MARSEILLE" und hohen Glastüren zwischen quadratischen Säulen sitzt ein verglaster Bogen mit rotem Neonschild „LA CRIÉE". Innen fasst der große Saal auf einem einzigen Gefälle rund 800 Zuschauer, darüber liegt ein variabler Saal mit 280 Plätzen.
Das Gebäude war von 1909 bis 1976 eine Fischauktionshalle, bevor es 1981 unter der Leitung von Marcel Maréchal in ein Theater umgebaut wurde. Diese Umgestaltung machte es zu einem wichtigen Kulturort in Marseille.
Der Name stammt vom Fischverkauf « à la criée », also durch Ausrufer, in dieser Markthalle. Das Theater erbte ihn, als der Markt 1976 nach Saumaty verlegt wurde. An der Fassade aus dem frühen 20. Jahrhundert ist die Inschrift von 1909, « Criée libre aux poissons », noch lesbar.
Der Eingang liegt am Quai de Rive-Neuve Nr. 30, direkt am Alten Hafen. Der große Saal mit rund 800 Plätzen ist in einem einzigen Gefälle angelegt, die Bühne liegt auf Höhe der ersten Reihen; oben gibt es einen variablen Saal mit 280 Plätzen. Ein Teil der Räume, darunter Garderoben und Künstlereingang, ist in die benachbarte Wohnanlage La Criée du Chalutage integriert.
Beim Umbau zum Theater wurde die Fassade von 1909 auf etwa zehn Zentimeter genau originalgetreu wiederhergestellt, weil eine Klausel das äußere Erscheinungsbild am Quai de Rive-Neuve erhalten sollte. Die Arbeiten leitete der Architekt Bernard Guillaumot; nur die Fassade der alten Halle blieb erhalten.
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