Unité d’Habitation de Marseille, Modernistisches Wohngebäude in Marseille, Frankreich
Die Unité d'Habitation de Marseille ist ein Wohngebäude aus Beton in Sainte-Anne in Marseille, das sich auf massiven Pfeilern erhebt und mehrere hundert Wohnungen beherbergt. Die Fassade zeigt große farbige Fenster und Balkone, während im Inneren Korridore die einzelnen Ebenen miteinander verbinden.
Le Corbusier entwarf dieses Wohnhaus nach dem Zweiten Weltkrieg, um zahlreichen Familien in einer Zeit großer Not ein Zuhause zu geben. Die Arbeiten begannen 1947 und endeten 1952, wobei neue Methoden für den Bau von Sozialwohnungen erprobt wurden.
Der Name leitet sich vom französischen Begriff für Wohneinheit ab und spiegelt die Idee wider, dass Menschen unter einem Dach leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Heute ziehen Architekturinteressierte und Besucher hierher, um die Gemeinschaftsräume und die offene Dachfläche zu erleben, wo sich Bewohner treffen.
Besucher können Teile des Gebäudes erkunden, einschließlich des Dachs, wo sich Freiflächen und Blicke über die Stadt eröffnen. Einige Bereiche bleiben für die Bewohner reserviert, daher empfiehlt es sich, sich vorher über den Zugang zu informieren.
Jede Wohnung erstreckt sich über die gesamte Breite des Baukörpers und erhält dadurch Tageslicht von beiden Seiten, was in Hochhäusern selten vorkommt. Die Einheiten wurden wie Flaschen in ein Regal geschoben, wobei das Skelett aus Beton unabhängig von den Wänden steht.
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