Carrières de Lumières, Digitaler Kunstraum in Les Baux-de-Provence, Frankreich
Die Carrières de Lumières ist ein ehemaliger Kalksteinbruch, der in einen Kunstraum mit Videoprojektion umgewandelt wurde. Das Innere wird von über 100 Projektoren mit Bildern gefüllt, die auf 7.000 Quadratmetern Felswände und Böden erhellen.
Der Bruch wurde vom 2. Jahrhundert vor Christus bis 1935 ausgebeutet, als die Nachfrage nach natürlichem Stein durch neue Baumaterialien ersetzt wurde. Mit dieser Schließung begann eine lange Zeit der Untätigkeit, bevor der Ort später wiederbelebt wurde.
Die Ausstellungen zeigen oft Kunstwerke bekannter Meister in bewegten Bildern und schaffen eine neue Art, klassische Gemälde zu erleben. Besucher sehen diese bekannten Werke hier in einer Form, die ganz anders ist als im Museum.
Das Innere bleibt das ganze Jahr über kühl mit einer konstanten Temperatur von etwa 14 bis 16 Grad Celsius, daher ist es ratsam, eine Jacke mitzubringen. Die unterirdische Lage bedeutet auch, dass künstliches Licht die einzige Lichtquelle ist und das Erlebnis völlig dunkel und intensiv wirkt.
Regisseur Jean Cocteau nutzte diesen Ort in den 1960er Jahren für seinen Film Testament des Orpheus und lenkte damit künstlerische Aufmerksamkeit auf die Höhle. Diese frühe künstlerische Nutzung legte den Grundstein für die spätere Umgestaltung zu einem Kunstraum.
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