Baou des Quatre Oures, Berggipfel in Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich.
Der Baou des Quatre Oures ist ein Kalksteingipfel der Monts Toulonnais mit 576 m Höhe, südlich des Mont Caume, westlich des Mont Faron und östlich des Croupatier. Seine hellgraue bis beige Wand ist in horizontale Bänder, Simse und gerundete Felsvorsprünge verwittert, auf dem Grat stehen vereinzelte Sträucher. Die Kletterei umfasst über 500 eingerichtete Sportkletterrouten in 26 Sektoren, meist kurze Wände, aber auch lange Routen bis 90 m.
Der Gipfel trägt noch heute Spuren einer Befestigung aus dem 18. Jahrhundert, die während der militärischen Kampagnen des Jahres 1793 zerstört wurde. Diese Ruinen zeigen die strategische Bedeutung der Höhe in Zeiten von Konflikten.
Mistrals provenzalisch-französisches Wörterbuch von 1878 nennt „lou baus de Quatre-Ouro“ einen Felsen, der den Bauern von Évenos und Six-Fours als Uhr diente; das stützt die Deutung „baou de Quatre Heures“. Doch ouro ist auch eine provenzalische Schreibweise für „Wind“, weshalb „baou des Quatre Vents“ ebenso möglich bleibt.
Besucher sollten festes Schuhwerk und Wasser mitbringen, da die Wege je nach Jahreszeit unterschiedlich schwierig sein können. Die freie Gipfelfläche bietet gute Aussichtspunkte, ist aber windig und hat wenig Schatten.
Das provenzalische Wort baus bezeichnet einen steilen Felsen mit flacher Kuppe; Mistrals Wörterbuch von 1878 nennt « lou baus de Quatre-Ouro » einen Felsen, der den Bauern von Évenos und Six-Fours als Uhr diente. Auf dem Gipfel liegen zudem die Reste eines im 18. Jahrhundert erbauten und 1793 von den Engländern zerstörten Forts neben einem Holzkreuz.
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