Calanques, Gebirgskette zwischen Marseille und Cassis, Frankreich.
Der Massif des Calanques ist ein Kalksteingebirgszug an der Mittelmeerküste zwischen Marseille und Cassis mit zahlreichen tiefen Buchten und kristallklarem Wasser. Die Gegend erstreckt sich über etwa 20 Kilometer und wird durch malerische Täler geprägt, in denen sich das Gestein dramatisch zum Meer hinabsenkt.
Die Kalksteinformation entstand über Millionen von Jahren und wurde seit dem Mittelalter von Fischern und Piraten genutzt. Ein Wendepunkt kam 2012, als die Gegend den Status eines Nationalparks erhielt und damit unter strengeren Schutz gestellt wurde.
Die Namen einiger Buchten wie Port-Pin stammen von lokalen Fischern, die hier seit Generationen ihre Boote anlegten. Die Gegend war lange Zeit Zuflucht für einfache Häuser und kleine Fischerhütten, die sich in die Felswände schmiegen.
Mehrere ausgeschilderte Wanderwege verbinden verschiedene Bereiche und führen zu den schönsten Buchten, wobei der Zugang in den Sommermonaten reguliert ist. Es ist ratsam, früh morgens oder außerhalb der Hochsaison zu besuchen, um Überfüllung zu vermeiden und die Natur in Ruhe zu erkunden.
In den Unterwasserbereichen wachsen ausgedehnte Seegraswiesen, die seltenen Seepferdchen, Tintenfischen und Zackenbarschen Lebensraum bieten. Gleichzeitig nisten bedrohte Fischadler in den Felswänden oben und bilden ein seltenes Beispiel für die untrennbare Verbindung zwischen Berg und Meer.
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