Centrale hydroélectrique des Vernes, Historisches Wasserkraftwerk in Livet-et-Gavet, Frankreich
Das Kraftwerk ist eine stillgelegte Hydroelektrizitätsanlage mit zwei Francis-Turbinen, die eine Leistung von 4,27 MW erbrachten und bis 2020 liefen. Das Gelände besteht aus Gebäuden aus Beton und Stein, die um eine obere Terrasse herum angeordnet sind, auf der sich ein französischer Garten mit Beeten und einen großen Springbrunnen befindet.
Die Anlage wurde zwischen 1917 und 1918 gebaut und versorgte während des Ersten Weltkriegs elektrische Öfen, die synthetisches Gusseisen für die Munitionsherstellung benötigten. Danach belieferte sie über ein Jahrhundert lang das Tal mit Elektrizität, bevor der Betrieb 2020 endete.
Das Gebäude wurde von Charles-Albert Keller entworfen und erhielt 1994 den Status eines historischen Denkmals wegen seiner Industriearchitektur. Die Anlage zeigt, wie Baumeister damals praktische Funktionen elegant mit gestalterischen Elementen verbanden.
Die Anlage liegt in einem Bergtal an einem Fluss und ist von Bergwegen leicht zugänglich, obwohl das Gelände uneben ist. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Ort Treppen und Kopfsteinpflasterwege enthält.
Der monumental wirkende Springbrunnen auf der oberen Terrasse ist eigentlich ein getarnter Drucktank, der eine ingenieurtechnische Notwendigkeit als ästhetisches Element verkleidet. Diese kreative Lösung zeigt, wie die Erbauer Schönheit und Funktionalität miteinander verwebten.
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