Plan de Canjuers, Kalksteinplateau im Département Var, Frankreich
Der Plan de Canjuers ist ein ausgedehntes Kalksteinplateau, das sich in der Provence-Alpes-Côte d'Azur etwa 900 Meter hoch erhebt und über 34.000 Hektar mit spärlicher Vegetation bedeckt. Das raue, trockenlandartiges Gelände wird von Karsttopographie geprägt, mit steilen Abhängen und einem kahlen, offenen Horizont.
Der Name Canjuers stammt von Campus Julii und bezieht sich auf den historischen Weg von Julius Caesar durch diese Kalksteinlandschaft während seiner Eroberung Galliens. Seit 1971 dient das Gebiet als Europas größter Artillerieschießplatz und hat sich dadurch zu einer Zone mit strenger militärischer Kontrolle entwickelt.
Das Plateau bewahrt die Ruinen mehrerer verlassener Dörfer wie Saint-Bayon und Chardan, die an die ländliche Vergangenheit dieser Region erinnern. Diese verlassenen Siedlungen erzählen von Menschen, die einst hier lebten und das Kalksteinland bewirtschafteten.
Die meisten Bereiche dieses Plateaus sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich, da dort seit Jahrzehnten militärisches Training stattfindet. Für interessierte Besucher gibt es gelegentlich geführte Besichtigungen von bestimmten Abschnitten mit Genehmigung der Militärbehörden.
Das Plateau enthält Fossilien aus dem Jura und der Kreidezeit, die in den Kalksteinformationen eingebettet sind und Zeugnis von antiken Meeresbedingungen ablegen. Diese geologischen Schätze machen es trotz militärischer Nutzung zu einem Ort von wissenschaftlichem Interesse.
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