Céramic Hôtel, Art Nouveau Hotel im 8. Arrondissement, Frankreich.
Das Céramic Hôtel ist ein Wohnhotel an der Avenue de Wagram im 8. Arrondissement von Paris, das für seine auffällige Fassade aus gebranntem Sandstein und glasierten Ziegeln bekannt ist. Das achtstöckige Gebäude steht an einer Straßenecke und ist dem Stil des Jugendstils zugeordnet.
Das Gebäude wurde 1904 vom Architekten Jules Lavirotte als Miethaus mit möblierten Wohnungen für die Gesangslehrerin Amélie Russeil entworfen. Die farbige Keramikfassade war damals eine Neuheit und trug später dazu bei, dass das Gebäude als historisches Monument anerkannt wurde.
Die Fassade des Gebäudes ist mit Blumenmotiven und Figuren aus glasierten Ziegeln und gebranntem Sandstein verziert, die von Alexandre Bigot und dem Bildhauer Camille Alaphilippe geschaffen wurden. Diese dekorativen Elemente sind vom Bürgersteig aus gut sichtbar und zeigen, wie Handwerk und bildende Kunst bei einem gewöhnlichen Wohngebäude zusammenwirkten.
Das Gebäude liegt in der Nähe der Place Charles de Gaulle und ist von mehreren Metrostationen aus gut zu erreichen. Die Fassade kann vollständig von der Straße aus betrachtet werden, ohne das Gebäude betreten zu müssen.
Das Gebäude gewann 1905 einen Pariser Fassadenwettbewerb, was eine direkte öffentliche Anerkennung dieser damals noch wenig verbreiteten Gestaltungsweise darstellte. Es ist auch als Eigentumswohnanlage eingetragen, was bedeutet, dass Teile des Gebäudes privat bewohnt sind.
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