Fort de la Double-Couronne, Militärische Befestigungsanlage in Saint-Denis, Frankreich.
Das Fort de la Double-Couronne war eine Militärbefestigung in Saint-Denis, die sich in einer halbmondförmigen Form über etwa 1.150 Meter erstreckte. Eine erhöhte Verbindung verband es mit dem nahegelegenen Fort de la Briche und bildete so einen zusammenhängenden Schutzwall.
Die Festung wurde während der Belagerung von Paris von 1870-1871 als Artillerieposition mit 74 schweren Geschützen genutzt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Befestigung abgetragen und das Gelände danach neu bebaut.
Das Fort spielte eine Rolle beim Schutz der industriellen Entwicklung von Saint-Denis im 19. Jahrhundert, da seine Lage den Zugang zu wichtigen Straßen kontrollierte. Die Festung war Teil des Verteidigungssystems, das die Stadt und ihre wachsenden Fabriken überwachte.
Das Gelände ist heute durch Wohngebäude, Sportanlagen und ein RATP-Buszentrum geprägt und nicht als klassische Sehenswürdigkeit zugänglich. Besucher können die Umgebung zu Fuß erkunden und ein Gefühl für die ehemalige Anordnung der Festung bekommen.
Am 4. März 1916 ereignete sich auf dem Gelände eine schwere Explosion, die zu einer wichtigen Rechtsentscheidung führte. Der Staatsrat verpflichtete sich danach, Bewohner der Umgebung zu entschädigen, auch ohne dass das Militär Schuld trug.
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