Fort des Quatre Seigneurs, Militärische Festung in Herbeys, Frankreich
Das Fort des Quatre Seigneurs ist ein Fort Séré de Rivières der ersten Generation mit annähernd rechteckigem Grundriss, errichtet auf 937 Metern auf dem gleichnamigen Hügel an der Grenze von Herbeys und Uriage. Der Eingang am kleinen Nordwestflanke wird von zwei Pilastern gerahmt, links davon liegt das Wachgebäude. An der Stirnfront steht eine einstöckige Reihe von 16 Jochen; die vier rechten Joche waren zweigeschossig und trugen über den Pulvermagazinen die Patronenmagazine und den Artilleriekavalier mit fünf Schutzquerwällen. Ein großer Krater bezeichnet die Stelle der 1944 gesprengten Pulvermagazine.
Der Bau des Fort des Quatre Seigneurs begann 1875 und endete 1879; es ist eines von sieben Forts des Festungsgürtels von Grenoble. Es sollte feindlichen Truppen die Zugänge von Uriage aus Richtung Vizille und zum Plateau Pinet-d'Uriage sperren und das Fort du Mûrier schützen, wurde wegen der militärischen Entwicklungen der Zeit aber nie wirklich genutzt. 1887 benannte Kriegsminister Georges Boulanger es in Fort Aubert-Dubayet um, nach Jean-Baptiste Annibal Aubert du Bayet, geboren 1759 in La Mobile, 1793 Abgeordneter der Isère und 1794 Kriegsminister; das Dekret wurde am 13. Oktober 1887 aufgehoben und das Fort behielt seinen alten Namen.
Der Name des Forts stammt vom Berg Montagne des Quatre Seigneurs, der einst zwischen den Mandements von Eybens, Gières, Herbeys und Uriage aufgeteilt war und durch ein Grenzkreuz markiert wurde. 1887 benannte Georges Boulanger es in Fort Aubert-Dubayet um, nach einem 1759 in La Mobile geborenen General, doch der Erlass wurde noch im selben Jahr aufgehoben und der alte Name wiederhergestellt.
Das Fort ist von drei Hauptstrecken erreichbar: von Galochère, Eybens und Uriage les Bains aus, wobei jede Route einen Aufstieg von etwa 600 bis 700 Metern über rund zehn Kilometer erfordert. Wanderer sollten festes Schuhwerk und ausreichend Wasser mitbringen, da der Anstieg anspruchsvoll ist und schattige Bereiche selten sind.
Während Dekontaminationsarbeiten zwischen 2012 und 2017 entdeckten Arbeiter mehr als drei Millionen Munitionshülsen aus dem Ersten Weltkrieg innerhalb der Anlage. Dieser massiven Fund zeigt das Ausmaß der Kriegsproduktion und Lagerung an diesem Ort.
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