Hôtel Montesquiou-Fezensac, Privatpalais im 7. Arrondissement, Paris, Frankreich.
Das Hôtel Montesquiou-Fezensac ist ein Stadtpalais in der Rue Monsieur 20 im 7. Arrondissement von Paris, errichtet 1781. Zur Straße hin verdeckt es ein massiver moderner Bürobau; die zum Garten gerichtete Fassade, sichtbar vom Boulevard des Invalides, besteht aus hellem beigem Stein mit flachen Pilastern zwischen hohen rechteckigen Fenstern, die unten jeweils ein niedriges schwarzes Metallgeländer haben. Die Innenausstattung ist nur teilweise erhalten.
1781 ließ Alexandre-Théodore Brongniart den Bau für Anne-Pierre de Montesquiou-Fezensac, ersten Stallmeister des Grafen von Provence, nahe dessen Stallungen errichten. 1798 ging er an dessen Sohn Pierre, Großkammerherr des Kaiserreichs, dessen Frau „maman Quiou“ Erzieherin des Königs von Rom war. Von 1851 bis 1938 gehörte er den Benediktinerinnen der ewigen Anbetung, die einen neugotischen Kreuzgang und eine Kapelle anfügten. 1938 vom Staat gekauft, beherbergte er lange das Ministerium für Zusammenarbeit; 2008 erwarben russische Investoren ihn, 2012 der chinesische Staat, der dort im April 2017 die Kanzlei seiner Botschaft einrichtete.
Die Benediktinerinnen der immerwährenden Anbetung des Allerheiligsten Sakraments besaßen das Haus und seine Grundstücke von 1851 bis 1938 und fügten einen neogotischen Kreuzgang sowie eine Kapelle hinzu. Katholische Intellektuelle nannten sie die „bénédictines de la rue Monsieur“. Joris-Karl Huysmans wohnte 1901-1902 in einer kleinen Wohnung am Hof.
Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich: Seit April 2017 beherbergt es die Kanzlei der chinesischen Botschaft, und die Straßenseite an der Rue Monsieur ist durch einen großen Bürobau verdeckt. Die Gartenfassade aus dem 18. Jahrhundert ist jedoch vom Boulevard des Invalides aus zu sehen. Die Adresse ist 20 Rue Monsieur im 7. Arrondissement.
Der Verkauf an russische Investoren im Jahr 2008 betrug 147 Millionen Euro. 2012 erwarb der chinesische Staat das Haus und richtete nach fünf Jahren Bauzeit im April 2017 die Kanzlei seiner Botschaft dort ein. Die Gartenfassade ist vom Boulevard des Invalides aus zu sehen.
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