Piscine des Amiraux, Art-déco-Hallenbad in Clignancourt, Paris, Frankreich
Das Piscine des Amiraux ist ein öffentliches Hallenbad in einem siebengeschossigen Wohnblock mit 78 Wohnungen, den Henri Sauvage in Stahlbeton errichtete. Die gestuften Fassaden sind mit weißen Steingutfliesen der Établissements Boulenger aus Choisy-le-Roi verkleidet; das 33 × 10 m große Becken füllt den Innenhof und ist von Umkleidekabinen im ersten und zweiten Stock umgeben.
Der renommierte Architekt Henri Sauvage entwarf und realisierte das Gebäude zwischen 1922 und 1927 als innovatives Projekt mit gemischter Nutzung. Das Bauwerk entstammt einer Epoche, in der öffentliche Schwimmbäder als wichtige Infrastruktur für Gemeinwesen und Wohlfahrt galten.
Die Umkleiden sind nummerierte Kabinen im ersten und zweiten Stock rund um das Becken, ohne Schließfächer: Man lässt seine Sachen in der Kabine, in der man sich umgezogen hat, und schlägt die Tür zum Verriegeln zu; nach dem Schwimmen öffnet ein Angestellter die Kabine. Dasselbe System gibt es im Schwimmbad Pontoise. Das Bad erscheint in Jean-Pierre Jeunets Film Die fabelhafte Welt der Amélie.
Das Bad nutzt ein Kabinensystem mit Nummern statt traditioneller Spinte, was eine sichere Aufbewahrung persönlicher Gegenstände ermöglicht. Die Nutzung ist unkompliziert, da das System speziell für Badegäste entwickelt wurde.
Das Becken ersetzte den Innenhof, in dem Sauvage ein Kino einrichten wollte; die Stadt Paris entschied sich für ein Schwimmbad, das 1930 eröffnet wurde. Die Badegäste ziehen sich in nummerierten Kabinen im ersten und zweiten Obergeschoss rund um das Becken um und lassen sie danach von einem Angestellten öffnen, ein System, das auch die Piscine Pontoise nutzt.
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