Maison forte de Reignac, Befestigtes Schloss in Tursac, Frankreich
Die Maison forte de Reignac ist ein Schloss, das in eine Kalksteinklippe gebaut ist und mehrere Räume enthält, die direkt in den Fels gehauen wurden. Die Innenräume sind mit Möbeln eingerichtet und verbunden durch Gänge, die das Felsinnere durchziehen.
Der Ort wird bereits 1386 als Rinhacum erwähnt, mitten im Hundertjährigen Krieg, als die Felsnischen geräumt und als wehrhafte Wohnung hergerichtet wurden. Die Fassade wurde im 14. Jahrhundert aufgemauert; 1508 wurden darin Fensteröffnungen geschaffen, die noch heute zu sehen sind. Bewohnt blieb das Haus bis 1931, und am 16. Oktober 1964 wurden Fassaden und Dächer als Monument historique eingetragen.
Der Name Reignac geht auf Rénius zurück, den Besitzer des Ortes, der 1386 als Rinhacum erwähnt wird. Der Herr der Anlage richtete über geringe Vergehen auf seinem Land, während hohe und niedere Gerichtsbarkeit beim Herrn von La Roque Saint-Christophe, zwei Kilometer entfernt, lagen. Jaquemet de Reignac gilt als der grausamste Herr.
Der Ort kann täglich von Februar bis Dezember mit Führungen besucht werden, wobei sachkundige Guides und Informationstafeln in acht Sprachen zur Verfügung stehen. Die Führungen helfen Besuchern, die unterirdischen Räume und deren ursprüngliche Nutzung zu verstehen.
Das rechte Rundbogentor auf der Terrasse trägt noch eine lateinische Inschrift, INMOTA MANEBIT 1667, zu Deutsch „sie wird unverändert bleiben“. Sie wurde nach den beiden Toren und der vier Meter hohen Wehrmauer angebracht und zeugt von einem späteren Umbau der Verteidigung.
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