Les Combarelles, Prähistorische Kunsthöhle in Les Eyzies, Frankreich
Les Combarelles ist eine Höhle in Les Eyzies im Südwesten Frankreichs, deren Gänge über 600 in den Fels geritzte Tierdarstellungen aus der Altsteinzeit enthalten. Die Gänge sind eng und kurvenreich, die Wände aus hellem Kalkstein, und die Gravuren befinden sich auf einer Länge von mehreren hundert Metern.
Die Höhle wurde 1901 von französischen Forschern entdeckt und sofort als eine der bedeutendsten paläolithischen Fundstätten Europas anerkannt. Sie ist Teil des als UNESCO-Welterbe eingetragenen Gebiets der Vézère-Täler, das zahlreiche prähistorische Stätten der Region zusammenfasst.
Die Gravuren zeigen hauptsächlich Tiere, die die Menschen dieser Zeit täglich beobachteten: Pferde, Rentiere, Mammuts und Bären. Wer durch die engen Gänge läuft, bemerkt, wie die Künstler die natürlichen Unebenheiten der Felswände genutzt haben, um Volumen und Bewegung in ihre Figuren einzubringen.
Besuche finden in sehr kleinen Gruppen von maximal sechs Personen statt, da die Gänge eng sind und die Gravuren sehr empfindlich auf Menschenmassen reagieren. Eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich, da Plätze täglich sehr schnell vergeben sind, besonders in der Sommersaison.
Unter den Gravuren befindet sich eine Szene, die ein Rentier zeigt, das seinen Kopf senkt, um zu trinken, eine der seltenen Darstellungen einer Tieraktion in der paläolithischen Kunst. Besonders auffällig ist auch, dass einige Figuren übereinander gezeichnet wurden, was zeigt, dass die Höhle über viele Generationen hinweg aufgesucht wurde.
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