Laugerie-Basse, Prähistorischer Unterschlupf in Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil, Frankreich.
Laugerie-Basse ist ein archäologischer Fundplatz mit zwei Felsdächern an den Kalksteinfelsen am rechten Ufer der Vézère. Die beiden Schutzräume zeigen Schichten von Feuerstellen, Artefakten und Überresten, die mehrere tausend Jahre menschlicher Besiedlung dokumentieren.
Die Stätte wurde 1863 von Édouard Lartet und Henry Christy ausgegraben und enthüllte über 600 Artefakte aus der Magdalénier-Zeit. Die systematischen Ausgrabungen dieses Ortes trugen grundlegend zu unserem Verständnis der frühen prähistorischen Kunstformen bei.
Der Ort trägt einen Namen, der von den Bewohnern der Region stammt und sich auf die natürlichen Felsschutzräume bezieht, die seit Jahrtausenden Menschen angezogen haben. Heute können Besucher an den Wänden und in den ausgegrabenen Bereichen sehen, wie frühe Menschen ihre Werkzeuge herstellten und ihr tägliches Leben in diesen natürlichen Unterständen gestalteten.
Der Ort wird durch Informationstafeln und digitale Medien erschlossen, die Besuchern helfen, die archäologischen Schichten und Funde zu verstehen. Kombinierte Eintrittskarten mit der nahe gelegenen Grotte du Grand Roc ermöglichen es, mehrere prähistorische Standorte in einem Besuch zu erkunden.
In einem der Schutzräume wurde 1864 eine kleine Frauenfigur gefunden, die Wissenschaftler zunächst nicht einordnen konnten und die später zu einer ganz neuen Kategorie prähistorischer Kunstwerke führte. Diese Entdeckung zeigte, dass frühe Menschen abstrakte Formen schufen, die völlig anders waren als die bekannten Höhlenmalereien.
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