La Ferrassie 1, Neandertaler-Fundstätte in Savignac-de-Miremont, Dordogne, Frankreich
La Ferrassie 1 ist ein männliches Neandertaler-Skelett mit vollständigem Schädel und einem Gehirnvolumen von etwa 1640 Kubikzentimetern. Das Skelett zeigt die typischen Gesichtsmerkmale dieser ausgestorbenen Menschenart.
Wissenschaftler Louis Capitan und Denis Peyrony entdeckten das Skelett 1909 in einem eingestürzten Felsdach im Dordogne-Gebiet. Die Überreste werden auf ein Alter zwischen 58.000 und 50.000 Jahren datiert.
Die Bestattung zeigt, dass Neandertaler ihre Toten absichtlich begruben und dabei sorgsam anordneten. Solche Funde deuten darauf hin, dass diese Menschen emotionale Bindungen zu ihren Verstorbenen hatten.
Die Knochenreste sind im Musée de l'Homme in Paris untergebracht und werden dort gründlich erforscht. Besucher können mehr über die Funde und Forschungsergebnisse in den dortigen Ausstellungen erfahren.
Medizinische Analysen zeigen, dass dieses Skelett an einer seltenen Lungenerkrankung litt, die zu abnormalen Knochenwucherungen führte. Es ist das einzige bekannte Neandertal-Exemplar mit dieser spezifischen Diagnose.
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