Musée de l'orfèvrerie Bouilhet-Christofle, Silberwarenmuseum in Saint-Denis, Frankreich.
Das Musée de l'orfèvrerie Bouilhet-Christofle ist ein Silberwarenmuseum in einem Industriegebäude aus dem 19. Jahrhundert, das über 2000 Objekte von Tafelbestecken bis zu Ziergefäßen zeigt. Die Sammlung dokumentiert die Herstellungstechniken wie Galvanisieren und Emaillieren, die die französische Werkstatt über mehr als ein Jahrhundert anwendete.
Die Sammlung entstand aus der Christofle-Fabrik, die 1830 gegründet wurde und Silberwaren nach modernen Verfahren herstellte. Das Museum selbst wurde 1875 eröffnet und funktionierte bis 2008 als Dokumentation der französischen Silberschmiedetradition.
Der Name stammt von zwei legendären Silberwarenmachern, deren Handwerk in den Objekten sichtbar bleibt. Die Ausstellungen zeigen, wie sich die künstlerischen Vorlieben vom nüchternen Design bis zu farbigen Emaillearbeiten und geschwungenen Formen entwickelten.
Das Gebäude befindet sich in Saint-Denis auf dem ehemaligen Fabrikgelände und ist eher für spezialisierte Besucher zugänglich. Es empfiehlt sich, vorab die Öffnungszeiten zu überprüfen, da das Museum seinen Betrieb nach 2008 eingestellt hat und nur noch begrenzt zugänglich ist.
Das Museum war die einzige französische Institution, die sich vollständig der Silversmithing widmete und spezialisierte Techniken wie Naturabdrücke zeigte, die während der Art-Nouveau-Zeit entwickelt wurden. Diese seltenen Drucktechniken zeigten natürliche Oberflächen auf Metallgegenständen, was in der Sammlung besonders deutlich wird.
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