Ouvrage Sainte-Agnès, Unterirdische Militärbefestigung in Sainte-Agnès, Frankreich.
Der Ouvrage Sainte-Agnès ist eine unterirdische Militäranlage, die in den Fels oberhalb des gleichnamigen Dorfes in den Seealpen gegraben wurde. Ein Netz aus Gängen verbindet Kampfblöcke, Geschützstellungen und Versorgungsräume auf mehreren Ebenen.
Die Anlage wurde von November 1931 bis Oktober 1934 vom Unternehmer Borie für 16,8 Millionen Francs errichtet; 1940 befehligte sie Hauptmann Panzani. Während der italienischen Offensive im Juni 1940 feuerte sie 1.201 Schuss aus den 75-mm-Kanonen, 80 aus den 81-mm-Mörsern und 234 aus den 135-mm-Geschützen ab, am 21. Juni auf die Küstenstraßen und am folgenden Tag auf den Col du Razet. Bis 1990 blieb sie Staatseigentum, dann ging sie an die Gemeinde Sainte-Agnès über.
Die Anlage zeigt originale Wohnräume, Küchen und Sanitäranlagen, die noch so erhalten sind, wie Soldaten sie nutzten. Man bekommt ein konkretes Bild davon, wie der Alltag unter der Erde aussah.
Die Gänge sind eng und der Boden ist uneben, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird. Da es unter der Erde ganzjährig kühl bleibt, ist eine zusätzliche Schicht Kleidung sinnvoll.
Die Anlage liegt auf 780 Metern am Westhang der Kote 766 über dem Dorf. Zehn Beobachtungsposten meldeten an Sainte-Agnès, darunter der Pic-de-Garuche, dessen Beobachtungsblock das einzige Exemplar einer VP-Glocke besaß, errichtet unter Leitung der MOM statt des CORF.
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