Passerelle Saint-Vincent, Fußgängerbrücke in Lyon, Frankreich
Die Passerelle Saint-Vincent ist eine 76,50 Meter lange Fußgängerbrücke über die Saône in Lyon, die den Quai de Bondy am rechten Ufer mit dem Quai Saint-Vincent am linken verbindet. Ihr flaches, 2,80 Meter breites Deck mit dünnem Metallgeländer ruht auf flachen Bögen, die von breiten hellen Steinpfeilern getragen werden; an einem Ende steht ein quadratischer Steinwiderlager mit grauer Kappe.
Eine erste Brücke wurde hier 1637 vom Ingenieur Jean Christophe Marie erbaut und 1643 vom Eis weggerissen; ihr Nachfolger von 1656 erlitt 1711 dasselbe Schicksal. 1777 folgte eine dritte Brücke von weniger als 80 m Länge und 7 m Breite. Die Firma Tarpin baute den heutigen Steg, der Ende 1832 eröffnet wurde; sein Belag wurde 1840 durch Hochwasser beschädigt. Am 2. September 1944 waren er und der Steg de l'Homme de la Roche die einzigen Lyoner Brücken, die die abziehenden Deutschen nicht zerstörten.
Die Passerelle trägt den Namen des Quai Saint-Vincent am linken Ufer im 1. Arrondissement; ihr rechtes Uferende mündet in den Quai de Bondy im 5. Arrondissement. Am 2. September 1944 waren sie und die Passerelle de l'Homme de la Roche die einzigen Lyoner Brücken, die die abziehenden deutschen Truppen nicht sprengten, und beide dienen noch heute als Übergänge.
Die Brücke ist schmal und wackelt spürbar, wenn Menschen sie überqueren oder wenn starke Winde durch das Flusstal blasen. Man sollte sich Zeit nehmen, um den Fluss und die Stadtteile beiderseits zu beobachten, da die Bewegung des Stegs Teil der Erfahrung ist.
Der Brückenboden bewegt sich merklich unter den Füßen, wenn man hinüber geht – ein ungewöhnliches Gefühl, das zeigt, wie flexibel die Hängewerk-Konstruktion tatsächlich ist. Dies ist kein Zeichen einer Gefahr, sondern ein natürlicher Teil des Designs dieser eleganten Metallkonstruktion.
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