Église Notre-Dame de Fatima, Katholische Kirche im 19. Arrondissement, Frankreich.
Notre-Dame de Fatima ist eine katholische Kirche an der Ecke Boulevard Sérurier und Avenue de la Porte-du-Pré-Saint-Gervais, erbaut aus hellbraunem Backstein und Stein. Ein schlanker, von einem Kreuz gekrönter Glockenturm erhebt sich seitlich der Giebelfassade; ihm gegenüber steht der kleine Turm „Lanterne des Morts“, der die Taufkapelle beherbergt und zugleich als Beichtstuhl dient. Im Inneren ahmen die Betonwände eine Steinpflasterung nach, und die hohen, schmalen, nicht-gegenständlichen Glasfenster in Gelb und Blau stammen von Gabriel Loire.
Notre-Dame-de-Fatima wurde zwischen 1950 und 1954 nach Plänen von Henri Vidal erbaut; den Grundstein legte 1950 Bischof Daniel Pézeril. Kardinal Suhard stiftete sie als Dank dafür, dass Paris im Zweiten Weltkrieg verschont blieb, und sie hieß zunächst Marie-Médiatrice-de-Toutes-les-Grâces. Das geplante Wohnviertel entstand nie, die Kirche war 1974 bis 1988 geschlossen und wurde mit dem benachbarten Hôpital Robert-Debré wiedereröffnet und der portugiesischen Gemeinde übergeben.
Die Kirche wurde von Kardinal Lustiger in Notre-Dame de Fatima-Marie-Médiatrice umbenannt und ist heute die Kirche der portugiesischen Gemeinde von Paris. Im Inneren stehen Statuen Unserer Lieben Frau von Fátima, Mariens als Mittlerin, des heiligen Josef und des heiligen Antonius. Der kleine Turm gegenüber dem Glockenturm beherbergt die Taufkapelle, die auch als Beichtstuhl dient.
Regelmäßige Gottesdienste finden während der ganzen Woche statt, wobei besondere Messen an bedeutenden katholischen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten angeboten werden. Besucher sollten die Öffnungszeiten überprüfen und besondere Zeiten für wichtige Feste einplanen.
Das Heiligtum trägt den Namen Unserer Lieben Frau von Fatima und ehrt damit die portugiesische Marienverehrung. Diese Namensgebung betont die spirituelle Verbindung der Gemeinde zu ihrem Herkunftsland.
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