Villa Léandre, Art-Deco-Wohnstraße in Montmartre, Frankreich.
Villa Léandre ist eine enge Wohnstraße im 18. Arrondissement von Paris mit britisch inspirierten Häusern aus roten Ziegeln, Schieferdächern und privaten Gärten. Die etwa 70 Meter lange Gasse wirkt wie ein kleines englisches Dorf, das sich zwischen den Straßen von Montmartre verbirgt.
Die Straße wurde 1926 als Villa Junot erbaut und ersetzte ein Gebiet mit einer Windmühle und informellen Siedlungen, das als Montmartre-Maquis bekannt war. Dieser Umwandlungsprozess war Teil der wachsenden Formalisierung und Umgestaltung von Montmartre in der frühen 20. Jahrhundert.
Die Straße trägt den Namen des Dichters Léandre und zieht seit ihrer Entstehung Künstler und Schriftsteller an. Das enge Ensemble mit seinen individuellen Häusern spiegelt den Wunsch wider, ein dörfliches Leben inmitten der Stadt zu bewahren.
Der Zugang erfolgt am besten über die U-Bahn-Station Lamarck-Caulaincourt an Linie 12, von wo aus die Straße in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Die Gasse selbst ist gepflastert und schmal, daher sollte man langsam gehen und achtsam sein, besonders wenn andere Fußgänger unterwegs sind.
Das Haus Nummer 10 trägt neben seiner Tür eine humorvolle Miniatur-Nachbildung einer Londoner Straßenschild mit der Aufschrift 'Downing Street'. Diese spielerische Geste verweist auf die englische Inspiration, die das gesamte Projekt durchzieht.
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