Viaduc de Saint-Chamas, Eisenbahnviadukt in Saint-Chamas, Frankreich.
Der Viadukt von Saint-Chamas ist eine steinerne Eisenbahnbrücke über den Fluss Touloubre mit 49 verschachtelten Rundbögen. Die Konstruktion erstreckt sich über eine Länge von 385,4 Metern und erhebt sich 31 Meter über das Wasser.
Der Viadukt wurde 1848 unter der Leitung von Ingenieur Gustave Desplaces fertiggestellt und bildete einen wichtigen Teil der Entwicklung der Eisenbahnlinie Paris-Lyon-Marseille. Dieser Bau half, die modernen Transportwege Frankreichs mit innovativen Steinkonstruktionen zu verbinden.
Die Struktur zeigt die Handschrift französischer Ingenieure des 19. Jahrhunderts durch ihre Kreuzgewölbe und Steinbauweise. Besucher können heute noch diese sorgfältige Bauart beobachten, wenn sie über oder unter dem Viadukt vorbeigehen.
Das aktive Bauwerk ist über den Bahnhof Saint-Chamas gut erreichbar und wird täglich von Zügen genutzt. Die beste Sicht erhält man von unten am Fluss oder von den Zuggleisen selbst, falls man sich zu Fuß nähert.
Die Bögen des Viadukts sind besonders gestaltet: Sie kreuzen sich gegenseitig und bilden eine Serie von Spitzbögen, eine Technik, die Ingenieur Paul Séjourné später kritisierte. Diese ungewöhnliche Bauweise ist eines der auffälligsten Merkmale und macht den Viadukt zu etwas Besonderem.
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