Notre-Dame, Mittelalterliche Kirche in Dives-sur-Mer, Frankreich.
Die Kirche Notre-Dame de Dives vereint romanische und gotische Merkmale in einem Gebäude aus lokalem Kalkstein, das von drei unterschiedlichen Eingangsverzierungen geprägt wird. Das Bauwerk zeigt die typische Struktur eines Gotteshauses mit Mittelschiff und seitlichen Bereichen, deren Einzelheiten die Handwerkstechniken verschiedener Epochen widerspiegeln.
Die Kirche wurde 1067 gegründet und ist eng mit der Aufrüstung verbunden, die zum Überfall auf England führte. Sie stand am Anfang einer bedeutenden militärischen Unternehmung, die die Geschichte Europas prägen sollte.
An den Wänden dieser Kirche finden sich über 400 Schiffsgraffiti aus der Zeit zwischen dem 15. und 20. Jahrhundert, die von der maritimen Geschichte der Region erzählen. Diese Gravuren wurden von Seeleuten hinterlassen, die hier vor ihrer Abreise beteten und ihre Namen oder Schiffe in den Stein ritzten.
Das Gotteshaus befindet sich an der Rue Hélène Boucher im Stadtzentrum und folgt regulären Öffnungszeiten, wobei einzelne Räume für Besucher unzugänglich bleiben können. Es empfiehlt sich, vorher zu prüfen, welche Bereiche frei zugänglich sind, da liturgische Veranstaltungen die Besuchbarkeit beeinflussen können.
In der Außenmauer befindet sich eine spezielle Öffnung, die es Aussätzigen erlaubte, von außen an Gottesdiensten teilzunehmen und trotz ihrer Isolation mit der Gemeinde verbunden zu bleiben. Diese sogenannte Lepraluke zeigt, wie Gemeinschaften trotz ernster Krankheiten versucht haben, Menschen nicht völlig auszugrenzen.
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