Villa Jeanneret, Moderne Villa im 16. Arrondissement, Frankreich
Villa Jeanneret ist ein Wohngebäude im 16. Arrondissement von Paris, das von Le Corbusier und Pierre Jeanneret entworfen wurde. Es zeichnet sich durch lange horizontale Fensterbänder, weiße Fassaden und eine strenge geometrische Gliederung über mehrere Ebenen aus.
Die Villa Jeanneret wurde von Le Corbusiers Bruder Albert Jeanneret und dessen Verlobter Lotti Raaf in Auftrag gegeben und zwischen 1923 und 1925 gemeinsam mit Pierre Jeanneret als Teil eines verbundenen Projekts mit der Villa La Roche errichtet. Von den ursprünglich geplanten Bauherren sahen nur Jeanneret und La Roche ihre Häuser verwirklicht. Beide Bauten sind seit 1996 als Monument historique eingetragen und wurden am 17. Juli 2016 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Das Haus trägt den Namen seiner ersten Bewohner: Albert Jeanneret, der Bruder Le Corbusiers, seine Frau Lotti Raaf und ihre beiden Töchter. Le Corbusier entwickelte hier die Idee der promenade architecturale: „C'est en marchant, en se déplaçant que l'on voit se développer les ordonnances de l'architecture.“ Heute ist in dem Gebäude die Fondation Le Corbusier untergebracht, es ist nicht zu besichtigen.
Die Villa Jeanneret steht am 8, square du Docteur-Blanche am Ende einer Sackgasse im 16. Arrondissement; die benachbarte Villa La Roche unter Nr. 10 ist diejenige, die besichtigt werden kann. Die Villa Jeanneret beherbergt die Fondation Le Corbusier und ist nicht zugänglich. Man nähert sich zu Fuß von der Avenue Paul Appell, um die weißen Fassaden und Fensterbänder von der Straße aus zu sehen.
Anders als bei vielen späteren Projekten von Le Corbusier steht das Haus direkt auf dem Boden, ohne die für ihn typischen Betonstützen. Die beiden Häuser Villa Jeanneret und Villa La Roche wurden gleichzeitig gebaut und teilen sich dasselbe Grundstück, obwohl sie für zwei verschiedene Bewohner bestimmt waren.
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